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Kunstmoment des Monats

Damien Hirst will eine eigene Währung etablieren

Damien Hirst- der, der einen menschlichen Schädel mit Edelsteinen beklebte, einen riesigen Hai in einem Glasklotz ausstellte und Ziegen mittig zerteilte.

Jetzt hat er Leinwände voller bunter Punkte erschaffen. Der bepunkteten Bildreihe gab er den Namen „Currency“, auf Deutsch „Währung“. Das Besondere: Sammler:innen können sich entscheiden, ob sie das erworbene Bild als analoges Original oder als NFT (samt Zertifikat) besitzen wollen. Je nachdem für was sie sich entscheiden, wird das jeweils andere unwiderruflich zerstört.

Entscheidet man sich also für das analoge Bild, wird es nie wieder ein NFT von dem Bild geben. Andersherum wird à la Banksy das analoge Bild geschreddert, entscheidet man sich für das NFT.

Damit liegt es an den Sammler:innen selbst, den Wert der „Currency“ Bilder zu beeinflussen. Entscheidet sich die Mehrheit für das analoge Bild, gewinnt die nun abgenommene Zahl an NFTs an Wert. Und andersherum. Hirst spielt hier also mit dem Zufall und dem Unberechenbaren- und mit den Sammler:innen.

Wie der Titel schon sagt, werden die Bilder so zu wechselhaften Währungen- die „Damien-Hirst-Währung“ könnte man auch sagen…

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Kunstmoment des Monats

Ein Bild für mind. 30 Millionen

Eine alte Bekannte blickt uns hier direkt an- Frida Kahlo! Ihr Gemälde „Diego und ich“ wird bei einer Sotheby’s Auktion im November vermutlich sämtliche Rekorde brechen. Schon jetzt geht man von einer Mindestsumme von 30mio $ Dollar für das Bild der Lateinamerikanischen Künstlerin aus.

Frida Kahlo ist damit nicht nur die teuerste lateinamerikanische Künstlerin. Sie war zu Lebzeiten auch Aktivistin und Feministin und passt deshalb blenden zu der aktuellen Update Folge zum Thema Abtreibungen. Kahlo selbst konnte wegen einer Behinderung keine Kinder bekommen, aber hat sich immer wieder für den Schutz der Frauen und ihrer Körper eingesetzt.

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Kunstmoment des Monats

American Girl in Italy, Florence

Dies ist die bekannteste Fotoaufnahme der amerikanischen Fotografin Ruth Orkin. Ruth (wie schwer dieser Name auf englisch auszusprechen ist, erfahrt Ihr in der Folge 😉 ) nahm damals eine Bilderreihe in Florenz auf, mit der sie zeigt, wie es ist, als Frau alleine zu reisen.
„American Girl in Italy, Florence“ zeigt eine- wie wir heute sagen würden- typische Catcalling Szene. Also Männer, die einer Frau auf der Straße nachstellen und sie mit Ausrufen oder Gestiken anmachen wollen, oder sie schlimmsten Falls regelrecht belästigen.
Vor 70 Jahren wurde Catcalling also schon von Ruth Orkins Kamera eingefangen und so thematisiert.
Weitere Fotos gibt es dieses Jahr zu genüge von ihr zu sehen, da wir dieses Jahr den 100. Geburtstag der großartigen Fotografin feiern. Ruth lebt zwar nicht mehr, ihre Bilder bestehen jedoch fort.

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Kunstmoment des Monats

„Angela Merkel nackt im Museum?!“

Angela Merkel, die 1. Kanzlerin Deutschlands, legt dieses Jahr ihr Amt nieder. Auch die Kunst hat sich in den vergangenen Jahren der Politikerin gewidmet. Eine Skulptur in Stralsund löst jetzt heftige Diskussionen aus. Die „Schutzmantelmadonna“ zeigt eine der Kanzlerin sehr ähnliche, nackte Frauenfigur, die einen Mantel trägt, unter dem 10 Männer- wichtige Politiker- Platz finden. Merkel als nackte Madonna, als schützende Mutti.

Sollte man die Kanzlerin so präsentieren dürfen? Und dann auch noch im Museum? Wie weit geht da die Kunstfreiheit und wird sie somit nicht nur auf ihren weiblichen Körper und die typisch weibliche Rollenzuschreibung der „Mutti“ reduziert?

Interessante Debatte- schreibt uns gerne, was Ihr dazu denkt! Auf Insta @minerva_podcast oder hier in den Kommentaren.